Was wollen wir?

Beitritt zum verschärften Hooligan Konkordat verweigern!

1550 Unterschriften konnten am 28.02.2014 bei der Solothurner Staatskanzlei abgegeben werden. Somit ist das Referendum gegen das Hooligan-Konkordat zustande gekommen und das Volk wird bereits am 18. Mai das letzte Wort dazu haben.


Es war eine Punktlandung und eine schier nicht zu bewältigende Aufgabe. Nur dank der Unterstützung von zahlreichen Einzelpersonen und weil sich diverse Sportvereine hinter das Referendum gestellt haben, konnten die benötigten Unterschriften innerhalb von kürzester Zeit zusammen getragen werden. Dies ist deswegen besonders bemerkenswert, weil das Referendums-Komitee bis dahin nicht aus bekannten Politgrössen, sondern aus jungen, engagierten Leuten zusammengesetzt ist. Ausserdem ist es in einem Kanton, in welchem das Hooligan-Konkordat aufgrund fehlender Sportvereine mit nationaler Ausstrahlung wenig bekannt ist, zusätzlich erschwerend dafür die benötigten Unterschriften zusammenzubringen.

Weiter Aufklärung betreiben


Jetzt sind die benötigten 1500 Unterschriften zusammen, beglaubigt und bei der Solothurner Staatskanzlei eingereicht. Bereits am 18. Mai wird das Volk über das Referendum befinden können. Nach dem ernüchternden Resultat zum Referendum im Kanton Bern ist das Solothurner Komitee nicht blauäugig und weiss, dass die harte Arbeit erst jetzt beginnt. Die Unterschriftensammlung hat aber gezeigt, dass eine politische Diskussion zum Hooligan-Konkordat notwendig ist. In den Gesprächen mit den Leuten hat sich nämlich herausgestellt, dass kaum jemand die Hintergründe des Konkordats kennt, geschweige denn den Rechtstext. Kommt hinzu, dass der von der Politik geprägte Begriff „Hooligan-Konkordat“ fehlleitet und somit zu falschen Annahmen führt. Dass Gewalt an Sportanlässen nicht zu suchen hat, da sind sich alle einig. Dass es bei der Verschärfung des Hooligan-Konkordats in erster Linie aber um die Einschränkung von Persönlichkeitsrechten geht, davon wussten bisher die Wenigsten. So zeigten sich viele Personen überrascht, nach dem sie über den Inhalt des Konkordattextes aufgeklärt wurden. Diese Aufklärungsarbeit will das Komitee daher im bevorstehenden Abstimmungskampf weiterführen.

 

Kurz-Argumentarium

Kurz-Argumentarium

Bürokratisch:

Wenn das Konkordat angenommen wird, muss jedes einzelne Spiel der Super League (Fussball) und der National League A (Hockey) einzeln bewilligt werden. Den Klubs können Auflagen wie baulichen Massnahmen, Verbote etc. angeordnet werden. Dies führt bei Behörden und Klubs zu einem riesigen bürokratischen Aufwand. Zudem besteht die Gefahr, dass Bewilligungen vermehrt nach medialen Schlagzeilen, als nach objektiven Kriterien vergeben werden.

Kostenintensiv:

Die riesige Bürokratie (Bewilligung, Auflagen etc.) wird sehr hohe Kosten verursachen. Diese tragen am Ende die Steuerzahler und die Klubs, welche bekanntlich finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Massive Mehrkosten wegen Bürokratie könnten sich für die Solothurner Sportvereine mittelfristig existenzbedrohend auswirken. Aufgrund des immensen politischen und medialen Drucks werden sich die Vereine jedoch hüten, dezidiert gegen das Konkordat Stellung zu beziehen, obwohl sie davon empfindlich getroffen werden.

Unverhältnismässig:

Das Konkordat lässt jegliche Verhältnismässigkeit vermissen. Zum Beispiel können ganze Personengruppen pauschal auch in Intimzonen durchsucht werden. Das Verhältnismässigkeitsprinzip ist in der Bundesverfassung verankert. Wird es nun für eine bestimmte Personengruppe (Zuschauer einer Sportveranstaltung) aufgehoben, ist dies eines Rechtsstaates unwürdig.

Grundrechtsverletzend:

Das Konkordat wurde von der Kantonalen Justiz - und Polizeidirektorenkonferenz (KKJPD) absichtlich schwammig und unklar formuliert. Das lässt den Behörden einen riesigen Interpretationsspielraum und kann einfach zu Grundrechtsverletzungen, wie beispielsweise der Bewegungsfreiheit, führen.

Stimmungstötend:

Über Auflagen wird die Polizei die Zuschauer einer Sportveranstaltung regelrecht bevormunden können. Bereits heute ist von Alkohol- und Fahnenverboten die Rede, welche vor allem die überwältigende Mehrzahl der friedlichen Stadionbesucher treffen werden. Stadien werden so zu Friedhöfen.

Kontraproduktiv:

Stadien sind heute die grössten Jugendzentren der Schweiz. Wer einer bunten Jugendkultur nur Repression und staatliche Kontrolle gegenüberstellt, ist auf dem Holzweg. Er wird bei jungen Menschen ein tiefes Misstrauen gegenüber Polizei, Staat und Politik wecken und behindert den über Jahre aufgebauten Dialog zwischen den Beteiligten. Das ist kontraproduktiv und nicht erstrebenswert.

Irreführend: 

Das Konkordat verspricht das Heilmittel gegen Hooligans zu sein. Tatsächlich stellt es jeden Menschen, der ein Stadion betritt unter Verdacht ein Hooligan zu sein. Betroffen davon sind hauptsächlich Jugendliche, Familien und unbescholtene MatchbesucherInnen.

 

Plakat 

 

 

 

FC Wangen Bei OltenEHC Olten

Fc Grenchen

SC Dornach

 

 

 

Social Media

 

Nächste Termine

Keine Termine

Spenden:

Kein Hooligankonkordat im Kanton Solothurn (KHKS) Olten

Postkonto Nr. 61-844279-7

IBAN Nr. CH30 0900 0000 6184 4279 7