Kurz-Argumentarium

Bürokratisch:

Wenn das Konkordat angenommen wird, muss jedes einzelne Spiel der Super League (Fussball) und der National League A (Hockey) einzeln bewilligt werden. Den Klubs können Auflagen wie baulichen Massnahmen, Verbote etc. angeordnet werden. Dies führt bei Behörden und Klubs zu einem riesigen bürokratischen Aufwand. Zudem besteht die Gefahr, dass Bewilligungen vermehrt nach medialen Schlagzeilen, als nach objektiven Kriterien vergeben werden.

Kostenintensiv:

Die riesige Bürokratie (Bewilligung, Auflagen etc.) wird sehr hohe Kosten verursachen. Diese tragen am Ende die Steuerzahler und die Klubs, welche bekanntlich finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Massive Mehrkosten wegen Bürokratie könnten sich für die Solothurner Sportvereine mittelfristig existenzbedrohend auswirken. Aufgrund des immensen politischen und medialen Drucks werden sich die Vereine jedoch hüten, dezidiert gegen das Konkordat Stellung zu beziehen, obwohl sie davon empfindlich getroffen werden.

Unverhältnismässig:

Das Konkordat lässt jegliche Verhältnismässigkeit vermissen. Zum Beispiel können ganze Personengruppen pauschal auch in Intimzonen durchsucht werden. Das Verhältnismässigkeitsprinzip ist in der Bundesverfassung verankert. Wird es nun für eine bestimmte Personengruppe (Zuschauer einer Sportveranstaltung) aufgehoben, ist dies eines Rechtsstaates unwürdig.

Grundrechtsverletzend:

Das Konkordat wurde von der Kantonalen Justiz - und Polizeidirektorenkonferenz (KKJPD) absichtlich schwammig und unklar formuliert. Das lässt den Behörden einen riesigen Interpretationsspielraum und kann einfach zu Grundrechtsverletzungen, wie beispielsweise der Bewegungsfreiheit, führen.

Stimmungstötend:

Über Auflagen wird die Polizei die Zuschauer einer Sportveranstaltung regelrecht bevormunden können. Bereits heute ist von Alkohol- und Fahnenverboten die Rede, welche vor allem die überwältigende Mehrzahl der friedlichen Stadionbesucher treffen werden. Stadien werden so zu Friedhöfen.

Kontraproduktiv:

Stadien sind heute die grössten Jugendzentren der Schweiz. Wer einer bunten Jugendkultur nur Repression und staatliche Kontrolle gegenüberstellt, ist auf dem Holzweg. Er wird bei jungen Menschen ein tiefes Misstrauen gegenüber Polizei, Staat und Politik wecken und behindert den über Jahre aufgebauten Dialog zwischen den Beteiligten. Das ist kontraproduktiv und nicht erstrebenswert.

Irreführend: 

Das Konkordat verspricht das Heilmittel gegen Hooligans zu sein. Tatsächlich stellt es jeden Menschen, der ein Stadion betritt unter Verdacht ein Hooligan zu sein. Betroffen davon sind hauptsächlich Jugendliche, Familien und unbescholtene MatchbesucherInnen.

 

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